Erzbistum Köln – Angebote in der Krise – Trauerarbeit

9. April 2020 (pek200409-will/sam)

Erzbistum Köln. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, dann ist das für die Angehörigen mit einem großen Schmerz, mit Trauer und vielleicht auch existenzieller Not verbunden. Wie schwer muss eine solche Situation gerade jetzt während der Corona-Krise sein, in der man von einem Sterbenden nicht Abschied nehmen darf, weil man das Krankenhaus oder die Pflegeeinrichtung nicht betreten darf. Genauso schmerzlich wird es empfunden, dass bei der Beerdigung im kleinsten Kreis Geschwister, Enkelkinder, Verwandte und Freunde ausgeschlossen werden und auf einen Gottesdienst oder eine Trauerfeier verzichtet werden muss.

Eva-Maria Will, Diplom-Theologin und Referentin für Trauerpastoral im Erzbistum Köln, beschreibt die Situation so: „Wir haben es mit einer ganz neuen Herausforderung im Umgang mit Tod und Trauer zu tun. Dadurch, dass das Abschiednehmen und das Begreifen des Todes unmöglich sind, wird die Trauer erschwert, und es bleibt eine offene Wunde. Trauer kann nicht durchlebt werden und deshalb krank machen. Daher sind in dieser Zeit Angebote für Trauernde besonders wichtig. Wenn in der Seelsorge das Gespräch von Angesicht zu Angesicht nur schwer möglich ist, dann bieten sich Telefongespräche, Trauer-Chats und andere digitale Möglichkeiten, gerade auch im Zusammenhang der Beerdigung, an.“ 

Um auch gerade jetzt während der Kar- und Ostertage eine Möglichkeit zu bieten, in seiner Trauer Zuwendung zu erfahren, hat Eva-Maria Will auf ihrer Website „Abschied und Trost“ Informationen und Angebote eingestellt. Dazu gehören regionale Angebote der Trauerbegleitung, Adressen für die Seelsorge im Internet (Trauer-Chats), geistliche Impulse sowie Anregungen für das Abschiednehmen im kleinen Kreis.

Die Angebote sind zu finden unter: https://www.erzbistum-koeln.de/seelsorge_und_glaube/abschied-und-trost/