13. September 2017 pek170913-ahi
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Kolumba-Jahresausstellung Pas de deux

Römisch-Germanisches Museum trifft Kolumba: Im Kunstmuseum des Erzbistums Köln sind derzeit Exponate aus dem RGM zu sehen. Dabei sollen sie mehr sein als bloße Leihgaben. Acht Kuratoren arbeiteten zwei Jahre lang an der Ausstellung.

 

Köln. Zwei Sammlungen, ein Museum – in seiner neuen Jahresausstellung "Pas de deux – Römisch-Germanisches Kolumba" präsentiert das Kunstmuseum des Erzbistums Köln Stücke aus dem Römisch-Germanischen Museum. Dabei wolle Kolumba nicht bloß Leihnehmer von Ausstellungsstücken eines anderen Haues sein, erklärt Museumsdirektor Stefan Kraus. "Hier haben acht Kuratoren sich gegenseitig befragt und nach Möglichkeiten gesucht, wie man diese Sammlungen miteinander zum Klingen bringen könnte."

 

Sanierung des Römisch-Germanischen Museums machte Ausstellung möglich


Möglich geworden ist diese Ausstellung zweier Häuser, die vom 15. September 2017 bis 20. August 2018 zu sehen sein wird, aufgrund einer Notwendigkeit: Das Römisch-Germanische Museum muss saniert werden, daraus ergibt sich eine Neuorganisation. Zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen, Kolumba-Direktor Stefan Kraus zieht ein positives Fazit: "Auf sehr spielerische Weise ist mit dem ganzen wissenschaftlichen Background eine Ausstellung entstanden, die für beide Häuser und für viele Werke, die man kennt, völlig neue Perspektiven eröffnet."

 

 

Der Titel "Pas de deux" verweist auf das Klassische Ballett. Die Anspielung auf den Tanz soll das spielerische Moment im Hin und Her zwischen Antike, Mittelalter und Gegenwart sowie die Zusammenhänge durch die Konstanten kultureller Prägung beschreiben. Der Untertitel "Römisch-Germanisches Kolumba" steht für eine Zeitachse: Das Römisch-Germanische Museum vertritt den Zeitraum bis zum Mittelalter, Kolumba die Zeit vom Mittelalter bis ins Heute. Die ausgestellten Werke stammen von ca. 500.000 vor Christus bis ins Jahr 2016.