Erzbistum Köln – Kirchweihe – Koptisch-orthodoxe Gemeinde Düsseldorf

13. Mai 2019 Newsdesk

Düsseldorf. Der koptische Papst Tawadros II. hat am Sonntagvormittag, 13. Mai, die ehemalige katholische Bunkerkirche Sankt Sakrament in Düsseldorf-Heerdt zur koptischen Kirche geweiht. Damit wurde das 2015 durch Unterstützung des Erzbistums Köln übergebene Gotteshaus nun endgültig zur neuen Heimat der koptisch-orthodoxen Gemeinde in der Landeshauptstadt.

Tawadros II. ist das Oberhaupt von rund 12 Millionen Kopten

Papst Tawadros II. ist für die Weihe aus Kairo nach Düsseldorf gekommen. Er ist das Oberhaupt von weltweit rund zehn bis 12 Millionen Gläubigen. Gemeinsam mit weiteren koptischen Bischöfen hat er den Altar, die Ikonostase und die Taufbecken mit Myron, dem für die Orthodoxie heiligen Öl, gesalbt.

An der Messe nahmen auch Vertreter des öffentlichen Lebens und der katholischen Düsseldorfer Stadtgesellschaft teil. Der frühere Düsseldorfer Stadtdechant und jetzige Weihbischof Rolf Steinhäuser vertrat das Erzbistum Köln.

Papst Tawadros II.: Bunkerkirche verbinde Katholiken und Kopten

In seiner Predigt hob Tawadros II. die Verbundenheit zwischen koptischen und katholischen Christen hervor, die in der Schenkung der Bunkerkirche zum Ausdruck komme. Die Liebe zwischen beiden sei ein Zeichen des gemeinsamen Glaubens an Christus.

Mit Freude blicke der Papst auch auf das von der Gemeinde geplante Bürger- und Integrationszentrum, für das jetzt der Bauantrag eingereicht wurde. „Es wird ein Zeichen in die Gesellschaft sein“, sagte Papst Tawadros II.

An die Frauen richtete der koptische Papst am Muttertag einen besonderen Gruß: „Hinter jedem mächtigen Mann steht eine noch mächtigere Frau“, zitierte er ein ägyptisches Sprichwort. Der Tag sei daher auch eine Chance für alle Ehemänner, ihren Frauen ein Geschenk oder eine Überraschung zu machen.

Kirchweihe als Akt der Nächstenliebe und Brüderlichkeit

Für Dr. Christian Gerges, den Sprecher der koptischen Gemeinde, ist die Kirchenschenkung, die mit der Weihe endgültig abgeschlossen sei, ein „Akt der Nächstenliebe und der Brüderlichkeit“. Er dankte dem katholischen Kirchenvorstand der Düsseldorfer Gemeinde St. Antonius und St. Benediktus, den Bischöfen des Erzbistums Köln sowie Kardinal Woelki für ihre Unterstützung: „Wir fühlen uns sehr eng verbunden mit unseren katholischen Brüdern und Schwestern“.