Aktuelle Infos zu Gottesdiensten, Kindertagesstätten und Erzbischöflichen Schulen

1. April 2020 Newsdesk/he

Der Ausbruch der Corona-Epidemie wirft auch in der Kirche und ihren Einrichtungen viele Fragen auf. Im Mittelpunkt steht der Schutz der Menschen und ihrer Gesundheit. Es gilt, in allen Bereichen verantwortlich zu handeln. Die Hinweise und Regelungen zum Umgang mit der Corona-Epidemie im Erzbistum Köln auf dieser Seite werden regelmäßig aktualisiert.

„Beten Sie mit uns für die Kranken, für die vielen selbstlosen Helfer und für alle Menschen, die von dieser Krise betroffen sind“, bittet Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki.

Tägliches Glockenläuten um 19:30 Uhr

Da sich die Menschen nicht mehr zu Gottesdiensten versammeln können, läuten in allen Kirchen des Erzbistums Köln täglich um 19:30 Uhr die Glocken. Von Gründonnerstag bis Karsamstag wird das Läuten ausgesetzt und ab Ostersonntag wieder täglich fortgeführt solange die öffentlichen Gottesdienste ausgesetzt bleiben.

Das Geläut lädt die Menschen dort, wo sie gerade sind, zum persönlichen Gebet ein und soll Zeichen einer bleibenden Gebetsgemeinschaft sein.

Wir beten für alle, die von der Pandemie betroffen sind, und verbinden damit unseren Dank, unsere Bitte und Ermutigung für alle Menschen, die in dieser außergewöhnlichen Situation einen wichtigen Dienst für andere leisten.

> Gebetsvorschlag zum Glockenläuten "Unter Deinen Schutz und Schirm" (2x auf einer A4-Seite, PDF)

> Gebetsvorschlag zum Glockenläuten "Unter Deinen Schutz und Schirm" (4x auf einer A4-Seite, PDF)

Osterläuten

Zusätzlich ist vereinbart, dass in NRW am Ostersonntag in den katholischen und evangelischen Kirchen festlich von 9.30 bis 9.45 Uhr mit möglichst allen Glocken geläutet wird.

Bundesweit soll um 12.00 Uhr ebenfalls festlich in den katholischen und evangelischen Kirchen geläutet werden; darüberhinausgehende örtliche Gepflogenheiten können fortgeführt werden.

Das ökumenische Geläut soll gerade in Zeiten der Corona-Krise die österliche Freude über den Sieg des Lebens zum Ausdruck bringen.

Sollten wir als Gläubige nicht mehr auf das Gebet setzen statt auf hygienische Maßnahmen?

Unser Glaube bekennt, dass nicht nur die Seele des Menschen dem Schöpferwillen Gottes entspringt und entspricht, sondern auch sein Leib. Gemäß dem verbindlichen Katechismus der Katholischen Kirche hat dieser ebenfalls "an der Würde des Seins 'nach dem Bilde Gottes' teil" (n. 364). Deshalb darf man "das leibliche Leben nicht geringachten", sondern muss "im Gegenteil seinen Leib als von Gott geschaffen und zur Auferweckung am Jüngsten Tag bestimmt für gut und der Ehre würdig halten" (Zweites Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution 14,1).

Bei der Sorge für unseren Leib sind wir zwar auf Gottes Gnade angewiesen, sollen aber mit dieser zusammenwirken. Insofern haben wir für unsere Gesundheit "auf vernünftige Weise Sorge zu tragen und dabei auch die Bedürfnisse anderer und das Gemeinwohl zu berücksichtigen", wie wiederum der Katechismus mahnt (n. 2288). Er kommt zu dem Schluss: "Selbstverständlich schließt das Gebet den Gebrauch sinnvoller natürlicher Mittel zur Bewahrung und Wiedererlangung der Gesundheit nicht aus, sondern ermutigt vielmehr dazu, so wie es die Kinder der Kirche auch antreibt, sich um die Kranken zu sorgen und ihnen im Bemühen, über die Krankheit zu siegen, Hilfe an Leib und Geist zu gewähren. Es liegt nämlich durchaus im Plan der göttlichen Vorsehung, dass der Mensch gegen jede Art von Krankheit entschieden ankämpft und sich gewissenhaft mit aller Sorgfalt um das hohe Gut der Gesundheit bemüht" (n. 2834).

Kann es für einen traditionsbewussten Glauben wie den katholischen richtig sein, wegen eines Virus auf Gewohntes, Bewährtes und Geschätztes zu verzichten?

Wenn die Christen wie die Juden an den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs glauben, den "Gott eurer Väter" (Ex 3,6.13), dann gehören zu diesem Glauben geradezu naturgemäß auch Traditionen, überlieferte Überzeugungen und Bräuche, die man nicht geringschätzen sollte. So sehr aber Jesu Frohbotschaft auf solchen Überlieferungen aufbaute, so sehr war sie doch "eine neue Lehre mit Vollmacht" (Mk 1,27). Von Anfang an sind die Christen sich bewusst, dass sie "in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln" (Röm 6,4) und "in der neuen Wirklichkeit des Geistes dienen" (7,6). Christus selbst hat sehr pointiert darauf verwiesen, dass niemand "jungen Wein in alte Schläuche [füllt]. ... Junger Wein gehört in neue Schläuche" (Mk 2,22). Neues ist kein Feind des Christentums, sondern geradezu Teil seines Wesens!

Als Teile der Jerusalemer Urgemeinde verfolgt und zerstreut wurden, mussten sie auf vieles verzichten, was sie gewohnt waren und schätzten. Gerade dadurch aber wurde der erste Schritt zur Weltkirche getan, weil die Christen nun auch in der heidnischen Umwelt ihren Glauben bezeugten. Auf solchen krummen Zeilen schreibt Gott gerade! Wir müssen lernen, im Neuen, Fremden und Ungewohnten den Willen Gottes zu erkennen, ihn anzunehmen und zu tun. An der gegenwärtigen Herausforderung durch das Virus und den damit verbundenen Einschränkungen auch des religiösen Lebens muss unser Glaube nicht Schaden nehmen oder gar zerbrechen. Möglicherweise gelingt es uns gerade jetzt, lähmende Routinen zu durchbrechen, Gleichgültigkeit und Oberflächlichkeit abzuschütteln, die sich unbemerkt in unser religiöses Leben eingeschlichen haben! Wenn wir so unser Herz bereiten, können wir auch zu einer ganz neuen Wertschätzung des Glaubens gelangen, zu neuen Wegen, christlich zu beten, zu verkünden und zu wirken, kurz: zu einer neuen Perspektive, die unseren persönlichen Glauben bewusster, reicher und froher macht. 

Ist angesichts der gegenwärtige Epidemie nicht heroischer Bekennermut gefragt?

"Hauptsache gesund" - man stelle sich diese heute oft zu vernehmende Devise einmal im Mund eines Märtyrers vor! Die katholische Sittenlehre fordert zwar dazu auf, "das leibliche Leben zu achten", erklärt dieses aber "nicht zu einem absoluten Wert" (Katechismus der Katholischen Kirche 2289). Christus selbst hat das in drastische Worte gekleidet, wenn er während der Bergpredigt ausruft: "Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird" (Mt 5,29).

Wie der Text selbst erkennen lässt, gilt das Gebot, das leibliche Wohlergehen hintanzustellen, aber speziell für den Fall, dass dieses dem ewigen Heil schadet. Christliche Nächstenliebe tritt nicht nur in den großen Gesten zutage, sondern durchaus auch in kleinen Dingen. In unseren Tagen äußert sie sich schon darin, dass man um der Gesundheit anderer willen auf einen Besuch verzichtet, den man gerne gemacht hätte, oder auf eine Gesellschaft, die man sucht. Man kann "in seine Kammer gehen, die Tür zuschließen und dann zum Vater beten, der im Verborgenen ist" (vgl. Matthäusevangelium 6, 6) - also auch ohne von einer sichtbaren Gebetsgemeinschaft oder offiziellen Liturgie der Kirche getragen zu werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich für andere zu engagieren, die schlechter dran sind als man selbst.

Tatsächlich heroisch ist der alltägliche Einsatz derjenigen, die im Gesundheitswesen beschäftigt sind. Dasselbe gilt für solche, die auf die schützende Isolation verzichten und an ihrem Platz bleiben, um wichtige Grunddienste unserer Gesellschaft aufrechtzuerhalten: nicht aus Leichtsinn, sondern aus ihrem Verantwortungsgefühl heraus. Kurz: Während dieser Krise besteht der Heroismus natürlich nicht in Fahrlässigkeit. Wir finden ihn vielmehr überall da, wo Menschen sich trotz der gegenwärtig massiven Gefahren für Leib und Leben solidarisch für das Wohl der anderen einsetzen.

Im Erzbistum Köln ist die Feier von öffentlichen Gottesdiensten an allen Orten bis auf weiteres eingestellt. Die Regelung gilt bis Sonntag, 19. April und entspricht einem Erlass des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Die Gläubigen sind gebeten, stattdessen Gottesdienstübertragungen in Fernsehen, Radio oder Internet zu verfolgen. Eine Übersicht ist auf unserer Internetseite www.erzbistum-koeln.de/livemesse zu finden. In der gegenwärtigen Ausnahmesituation gelten im Erzbistum Köln insofern die „schwerwiegenden Gründe“, unter denen die Sonntagspflicht ausgesetzt ist. Die Messfeier ohne Gemeinde bleibt für die Priester unverändert erlaubt und ist gegenwärtig als stellvertretender Vollzug besonders empfohlen.

Die Kirchen sollen nach Möglichkeit zu den gewohnten Zeiten in der je üblichen Weise und unter Beachtung der bekannt gemachten Hygieneregeln für das persönliche Gebet geöffnet bleiben; hierbei sind in jedem Falle die jeweils geltenden amtlichen Verfügungen (z.B. Versammlungsbeschränkungen oder –verbote) maßgeblich. Die Spendung der Hl. Kommunion für Schwerkranke und Sterbende sowie der Krankensalbung erfolgt in der bisher gewohnten Weise.

In den kommenden Wochen überträgt DOMRADIO.DE (www.domradio.de) jeden Abend um 18 Uhr das Rosenkranzgebet und um 18.30 Uhr die Abendmesse aus dem Kölner Dom. An den Sonntagen wird die Heilige Messe um 10 Uhr, an allen Werktagen um 8 Uhr morgens übertragen.

Die Gläubigen sind eingeladen, den Sonntag dennoch zu heiligen, indem sie über die Medien an einer konkreten Eucharistiefeier teilnehmen und diese intentional mitfeiern. Wenn sie dann nicht kommunizieren können, ist dennoch die geistliche Kommunion möglich, d.h. sie können sich im Gebet mit Christus verbinden.

In der gegenwärtigen Ausnahmesituation gelten im Erzbistum Köln die „schwerwiegenden Gründe“, unter denen die Sonntagspflicht ausgesetzt ist.

Bistumsweite Regelung für Bestattung angesichts der Corona-Pandemie

  • Auch im Todesfall gilt, dass keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden können, so dass gemeinsame Exequien derzeit nicht möglich sind. Sie sollen nachgeholt werden, sobald dies wieder möglich sein wird.
  • Dennoch halten wir unbedingt daran fest, dass für jeden Verstorbenen im engen zeitlichen Zusammenhang eine Hl. Messe gefeiert wird. Die Priester sind gehalten, diese Messfeiern unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu feiern. Dabei ist wünschenswert, wenn der Küster oder ein Ministrant stellvertretend für die Gläubigen mitfeiert und ggf. auch liturgische Dienste übernimmt.
  • Trotz alledem ist nicht ausgeschlossen, dass eine Verabschiedung und die eigentliche Bestattung erfolgen kann. Hierbei sind die kommunalen Regelungen zu beachten, die – teilweise in unterschiedlicher Weise – vor Ort festlegen, was möglich ist. Diese kommunalen Bestimmungen sind auch für uns als kirchliche Vertreter und für die Friedhöfe in katholischer Trägerschaft maßgebend. (Der Bestatter wird ihnen dazu Auskunft geben können.) Die Liturgen haben die Aufgabe, die Verabschiedung und Bestattung im Rahmen der kommunalen Auflagen in einem möglichst würdigen Rahmen für die Trauergesellschaft zu vollziehen. All diese Einschnitte werden für die Hinterbliebenen im Zweifelsfall schmerzlich sein. Es gilt, die Situation einfühlsam zu erklären und um Verständnis zu werben. Beten Sie mit den Trauernden, damit diese daraus Kraft schöpfen können.

Diese Bestimmungen gelten vorerst bis zum 19. April 2020. Entsprechend den zukünftigen Entwicklungen werden wir zu gegebener Zeit eine Folgeregelung treffen. Außerdem darf ich schon darauf hinweisen, dass wir Sie bald mit weiteren Informationen rund um den gottesdienstlichen Bereich kontaktieren werden.

Erstkommunionfeiern

Feierliche Erstkommunionfeiern können bis einschließlich 19. April 2020 nicht stattfinden. Da dabei in aller Regel eine größere Anzahl von Personen zusammenkommt, die nicht in häuslicher Gemeinschaft leben, ist mit erhöhter Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass auch nach dem 19. April 2020 größere Feiern vorerst nicht möglich sein werden.

Es wird daher empfohlen, feierliche Erstkommunionfeiern bis einschließlich Pfingstmontag, 1. Juni 2020, auszusetzen.

Firmungen

Feierliche Firmungen finden bis einschließlich Pfingstmontag, 1. Juni 2020, im Erzbistum Köln nicht statt, da eine entsprechende Vorbereitung notwendige Voraussetzung für die Feier der Firmung ist und derzeit die Vorbereitungen nicht in der notwendigen Weise stattfinden können.

Aufgrund der Maßgabe, dass keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden dürfen, müssen Taufen leider abgesagt werden. Nottaufen sind selbstverständlich – wo sie geboten sind – möglich.

Da bei einer Trauung in aller Regel ein größerer Personenkreis zusammenkommt, ist auch dieser Gottesdienst zu verschieben. Daher können Trauungen derzeit weder öffentlich noch im engsten Familienkreis durchgeführt werden.

Kitas in NRW ab dem 16. März 2020 nur noch für bestimmte Kinder geöffnet!

In der Pressekonferenz am 13.03.2020 verkündete Ministerpräsident Armin Laschet das Maßnahmenpaket der Landesregierung NRW zur Eindämmung des Corona-Virus.

Seit Montag, den 16.03. vorerst bis zum 19.04.2020 dürfen Kinder im Alter bis zur Einschulung keine Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle, Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen oder „Kinderbetreuung in besonderen Fällen“ betreten. 

Eltern sind verpflichtet, ihre Aufgabe zur Erziehung der Kinder wahrzunehmen. Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass ihre Kinder die Kindertagesbetreuungsangebote nicht nutzen. Mit Elternbriefen sorgt das Ministerium für Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen aktuell für eine Information der betroffenen Eltern. Das Ministerium warnt dabei am 17.03.2020 die Eltern dringend davor, „die Betreuung ihrer Kinder so zu organisieren, dass neue Kontaktnetze entstehen. Dies befeuert die Ausbreitung des Coronavirus weiter“ (s. MKFFI, Elternbrief Nr. 2). So sollen weder Kinderbetreuungsgruppen am Arbeitsplatz, noch größere Kinderbetreuungsgruppen im privaten Rahmen als Ersatz für die bisherige Betreuung in Kindertageseinrichtungen gebildet werden.

> Elternbrief Nr.1 - Dank und Informationen - Offizielle Information Land NRW (17.03.2020)

> Elternbrief Nr.2 - privat organisierte Kinderbetreuung - Offizielle Information Land NRW (17.03.2020)

Ausnahmen vom bestehenden Betretungsverbot (MKFFI-Änderungen vom 20.03.2020) 

"Um den Betrieb der kritischen Infrastruktur sicherzustellen, hat die Landesregierung entschieden, dass jede Person, die in kritischer Infrastruktur tätig ist (bspw. Ärzte, Polizei, Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung...) und eine Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit vorlegen kann, unabhängig von der familiären Situation einen indivi­duellen Anspruch auf eine Betreuung ihrer Kinder in Kindertagesbetreuungsangeboten hat, wenn die Betreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll – entsprechend der Empfeh­lungen des RKI – organisiert werden kann. Es reicht damit, wenn von einem Elternteil eine entsprechende Bescheinigung vorlegt wird, es müssen nicht länger von beiden Elternteilen Bescheinigungen vorgelegt werden. Zugleich bittet das Ministerium in einem Elternbrief Nr .3 die betroffenen Eltern darum, zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus dadurch beizutragen, indem sie die Kinderzahl in den Betreuungsgruppen nicht größer machen als unbedingt erforderlich.

> Elternbrief Nr.3 - Neuregelung zur Betreuung von Kindern von Personen, die in kritischer Infrastruktur tätig sind (Schlüsselpersonen) - Offizielle Information Land NRW (22.03.2020)

Alleinerziehende, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, brauchen neben der Arbeitgeberbescheinigung keine weiteren Nachweise zu erbringen."

> MKFFI, Informationen für Eltern, deren Kinder in u. g. Einrichtungen oder in der Kindertagespflege betreut werden (20.03.2020)

Die Kitaleitungskräfte unserer Einrichtungen sind über die Aktualisierung der ministerialen Vorgaben informiert und zur Kontrolle der Arbeitsgeberbescheinigung verpflichtet.

"Einen Betreuungsanspruch haben auch die Eltern, die keinen Betreuungsvertrag mit einem Kindertagesbetreuungsangebot haben! Eltern wenden sich in diesen Fällen an das Jugendamt." (s.o.: MKFFI, Informationen für Eltern vom 20.03.2020)

Voraussetzung für eine Betreuung der Kinder dieser Berufsgruppen sind, dass Kinder und Eltern

  • keine Krankheitssymptome aufweise;
  • wissentlich nicht in Kontakt zu infizierten Personen stehen, es sei denn, dass seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und sie keine Krankheits­symptome aufweisen;
  • sich nicht in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist (tagesaktuell abrufbar im Internet unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html), es sei denn, dass 14 Tage seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome zeigen.

Hier sind die Eltern in der Verantwortung zu entscheiden, ob die Kinder betreut werden dürfen oder nicht.

Das Ministerium (MKFFI) hat zudem festgelegt, dass für Kinder, deren Eltern in Kritischer Infra-struktur tätig sind, ab dem 23.03.2020 in den entsprechenden Kitas eine Wochenendbetreuung sicherzustellen ist. Hiervon ausgenommen ist jedoch das Osterwochenende: Von Karfreitag bis Ostermontag müssen keine Betreuungsangebote vorgehalten werden, die nicht ohnehin auch im Regelbetrieb der Kindertagesbetreuung bestehen. [s. Information des MKFFI vom 07.04.20 zur "Betreuung an den Osterfeiertagen (Karfreitag bis Ostermontag) von Kindern von Personen, die in kritischer Infrastruktur tätig sind (Schlüsselpersonen)"]

Zur Vermeidung von Sozialkontakten soll entsprechend der ministerialen Vorgaben auch das Kita-Personal, das nicht in der Betreuung von Kindern von Personen, die in Kritischer Infrastruktur tätig sind, eingesetzt wird, die Kindertageseinrichtungen nicht betreten. 

> Offizielle Information des MKFFI: "Betretungsverbot von Kindertagesbetreuungsangeboten und Betreuung von Kindern von Schlüsselpersonen" (PDF, Stand: 15. März, 12:00 Uhr)

Das Land Rheinland-Pfalz hat ähnliche Regelungen erlassen, über die die Kita-Einrichtungen informiert sind.

Die Erzbischöflichen Schulen folgen der Vorgabe der nordrhein-westfälischen Landesregierung sowie des Ministeriums für Schule und Bildung und stellen den Unterrichtsbetrieb angesichts der Vorsorge gegen eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus (COVID-19) ab Montag, 16. März 2020 vorläufig ein. Die Vorgabe gilt zunächst bis zum Beginn der Osterferien.

Die vorzeitige Einstellung des Unterrichts bis zum Ende der Osterferien hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf die Terminsetzungen bei den bevorstehenden Abiturprüfungen.

Die Erzbischöflichen Schulen ermöglichen in der Zeit bis zum Beginn der Osterferien, dass die Schülerinnen und Schüler im „Homeoffice“ angemessene Lernangebote wahrnehmen können.

In dringenden Fällen können die Eltern sich an die Schule wenden und Möglichkeiten einer Notbetreuung besprechen.

Die Schulen sind während des ruhenden Unterrichtsbetriebes zu den üblichen Öffnungszeiten telefonisch und per Email erreichbar.

Weitere Informationen zu den allgemeinen Regelungen des Landes hinsichtlich des Corona-Virus finden Sie unter: https://www.schulministerium.nrw.de/ 

Wenn sich spezielle Änderungen für die Erzbischöflichen Schulen ergeben, wird das Erzbistum Köln als Schulträger die Schulen entsprechend informieren, sodass diese die Informationen weitergeben können.

Sich vor einer Erkrankung sicher zu schützen, ist in einer globalisierten Welt nur schwer möglich. Die folgenden Handlungsempfehlungen sollen helfen, die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung gering zu halten:

Kontakte reduzieren

Meiden Sie Großveranstaltungen und größere Menschenansammlungen. Ersetzen Sie möglichst viele geschäftliche Meetings. Insbesondere sollten Dienstreisen in Risikogebiete ab sofort unterbleiben (hierbei sind die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes zu beachten). Meiden Sie Körperkontakt. In Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr ist es geboten und nicht unhöflich, auf den üblichen Händedruck beim Begrüßen und Verabschieden zu verzichten, und stattdessen andere freundliche Gesten zu verwenden. Fassen Sie sich möglichst nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht oder berühren Ihre Schleimhäute (weder Augen, Nase noch Mund). Niesen oder husten Sie in ein Papiertaschentuch bzw. in Ihre Ellenbeuge und halten Sie dabei Abstand zu anderen Personen. Reduzieren Sie beruflich wie privat Ihre Kontakte auf das zwingend notwendige Mindestmaß. 

Hygiene einhalten

Achten Sie streng darauf, die Hygieneempfehlungen einzuhalten. Korrektes Händewaschen, d.h. mindestens 20 Sekunden mit aufgeschäumter Seife. Reinigen Sie Kontaktflächen in Ihrem Umfeld regelmäßig (auch Touchscreens, Tastaturen, etc.). Lüften Sie alle Räume mehrfach täglich. Das Tragen von Atemschutzmasken durch Gesunde zum Eigenschutz wird weder von der Weltgesundheitsorganisation noch vom Robert-Koch-Institut empfohlen.

Wenn Sie sich krank fühlen…

Ganz allgemein gilt bei jeder Erkrankung aus Verantwortung gegenüber sich selbst und den Mitarbeitenden: Wenn sie sich am Arbeitsplatz gesundheitlich unwohl bzw. krank fühlen, melden Sie sich bitte unverzüglich bei Ihrer Einsatzstätte in der vereinbarten Form ab und gehen Sie nach Hause. Die Vorgesetzten sind insoweit gehalten, Mitarbeitende mit offensichtlichen Anzeichen einer Erkrankung unverzüglich nach Hause zu schicken. Sollten Sie sich bereits vor Arbeitsantritt gesundheitlich unwohl bzw. krank fühlen, kommen Sie bitte nicht ins Büro, sondern melden sich unverzüglich bei Ihrer Einsatzstätte in der vereinbarten Form krank. Es ist niemandem geholfen, wenn Sie krank zur Arbeit erscheinen.

Dasselbe gilt insbesondere beim Auftreten von grippeähnlichen Symptomen (z.B. Fieber, Gliederschmerzen, Husten oder Atembeschwerden etc.). Gehen Sie in diesen Fällen bitte nicht sofort zu Ihrem Hausarzt in die Sprechstunde, denn Sie könnten so eine Vielzahl weiterer Personen anstecken, sondern kontaktieren Sie Ihren Hausarzt zunächst telefonisch von zuhause aus. Dieser wird mit Ihnen besprechen, was akut zu tun ist. Sollte Ihr Hausarzt nicht erreichbar sein, wenden Sie sich bitte unverzüglich telefonisch an Ihr örtlich zuständiges Gesundheitsamt. Dort wird Ihnen dann weitergeholfen.

Nachdem die Erkrankung am Corona-Virus meldepflichtig ist, werden erkrankte Mitarbeitende automatisch durch den behandelnden Arzt bzw. das Labor dem Gesundheitsamt gemeldet. Dieses kommt dann ggf. auf den dem Arbeitgeber zu. Sollte der Arbeitgeber doch einmal schon früher Kenntnis davon erlangen, dass ein Mitarbeitender nachgewiesenermaßen am Corona-Virus erkrankt ist, nehmen die für die Einrichtung Verantwortlichen unverzüglich Kontakt zum örtlich zuständigen Gesundheitsamt auf. Dieses veranlasst dann alle weiteren notwendigen Schritte. 

Alle Informationen zum Umgang mit der Ausbreitung des Corona-Virus, die seit Ende Februar an die Pastoralen Dienste versendet wurden:

> www.seelsorgepersonal.de

Corona-Krisenstab Erzbistum Köln

Für das Erzbischöfliche Generalvikariat ist ein Corona-Krisenstab eingerichtet. 

Sie erreichen den Corona-Krisenstab unter

Für Notfälle ist die Erreichbarkeit rund um die Uhr gewährleistet.

Zentrale Aufgaben des Krisenstabs

  • Koordination von Maßnahmen, die vom Krisenstab oder vom Generalvikar im Zusammenhang mit Covid-19 getroffen werden.
  • Gewährleistung der Vernetzung und der Information der Organisationseinheiten, der Einrichtungen und Dienststellen.
  • Koordination von Maßnahmen und Empfehlungen für die Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände, u. a. mit Unterstützung der Regionalrendanturen, der leitenden Pfarrer und der Verwaltungsleitungen.
  • Entscheidung über Maßnahmen.