Erzbischöfliche Schule - Übertragung bei Facebook - Funkkontakt mit der ISS

29. Juni 2018 (pek180628-mth)

Bonn. Ganz nah dran an Astro-Alex trotz 400 Kilometer Distanz: Schülerinnen und Schüler des Kardinal-Frings-Gymnasiums in Bonn werden am Dienstag, 3. Juli, den deutschen Astronauten Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation ISS anfunken. Die Jugendlichen können ihm über ein Audio-Signal Fragen zu Wissenschaft und Raumfahrt stellen. Das Erzbistum Köln zeigt den Funkkontakt unmittelbar nach Ende des Calls bei Facebook (facebook.com/Erzbistum).

Die Funkverbindung ins All stellen die Funkamateure des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) her. Sobald der Kontakt steht, läuft die Uhr. Die ISS ist nur rund elf Minuten in Reichweite der Antennen auf dem Dach der Schule. In diesen Minuten stellen die Schülerinnen und Schüler dem Astronauten Fragen wie "Wie haben Sie es geschafft, zuerst als Astronaut und dann sogar als Kommandant ausgewählt zu werden?" oder „Wenn man die Chance hat, die Welt von außen zu betrachten, wird es dann schwieriger an Gott und die Religion zu glauben?“.

Ehemaliger Astronaut kommt zu Schulfest

Die Jugendlichen werden ihre Fragen auf einer Bühne stellen, die dann im Video auf Facebook zu sehen sein wird. Das Gespräch mit Gerst findet im Rahmen eines Schulfests statt, zu dem der ehemalige Astronaut Reinhold Ewald sowie Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) kommen. Ewald, der 1997 knapp einen Monat auf der russischen Raumstation Mir verbrachte, steht den Schülerinnen und Schülern nach dem Funkkontakt mit Gerst für weitere Fragen zur Verfügung.

Mit Hilfe des Raumfahrtmanagement im DLR, der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, des ARISS-Projekts für Funkverbindungen zur ISS und Funkvereinen wie dem DARC kommt die Raumfahrt ins Klassenzimmer. Während seiner Mission wird Gerst insgesamt 15 Mal von Schulen aus Deutschland angefunkt. Sein Großvater war selbst Funkamateur und weckte in dem heutigen Astronauten das Interesse am Weltraum.