Aufwände nach Aufgaben | Finanzbericht 2016

Finanzbericht 2016
Finanzbericht 2016
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Finanzbericht 2016

Finanzbericht 2016 Jahresabschluss

Aufwendungen nach Aufgabenbereichen

Wohin fließt die Kirchensteuer?

Bildung

Zum Bildungsbereich gehören neben den 32 erzbischöflichen Schulen auch die Erwachsenenbildung und der Betrieb der 4 Tagungshäuser.

67 Mio. EUR
Kirchensteuermittel

11,8 %
von 100% Kirchensteuer

Erwachsenen-
bildung 26%
Tagungshäuser
9%
Schulen und-
Hochschulen
65%

Caritas

Die Caritas-Fachverbände betreiben weit über 100 Beratungsstellen. Hinzu kommen Pflegeeinrichtungen und Zentren für Integration und Migration.

54 Mio. EUR
Kirchensteuermittel

9,5 %
von 100% Kirchensteuer

Migration,
Flüchtlingshilfe
15%
Beratungsstellen
12%
Pflege und Sonstiges
5%
Zuschüsse
68%

Gebäude und Verwaltung

Die Verwaltung bietet zentrale Services für alle Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen. Zu den Erzbischöflichen Einrichtungen zählen u. a. die Priesterseminare, das Diakoneninstitut sowie das Museum Kolumba und das Historische Archiv.

15 Mio. EUR
Kirchensteuermittel

2,6 %
von 100% Kirchensteuer

Verwaltung
27%
Einrichtungen und
Gebäude 60%
Offizialat,
Bischöfe etc.
13%

Mission und Entwicklungshilfe

Das Erzbistum Köln unterstützt jährlich zahlreiche Projekte in aller Welt und leistet Katastrophenhilfe. Hinzu kommt die über den Haushalt der Bischofskonferenz finanzierte Arbeit der kirchlichen Hilfswerke.

49 Mio. EUR
Kirchensteuermittel

8,6 %
von 100% Kirchensteuer

Mission und
Entwicklungs-
hilfe 58%
Gemeinsame
Aufgaben der
Bistümer 42%

Altersversorgung

Jährlich erfolgt eine Anpassung der Rückstellungen und Rücklagen, um die Verpflichtungen zu decken.

33 Mio. EUR
Kirchensteuermittel

5,8 %
von 100% Kirchensteuer

Pensions-
rücklage
Pensions-
rückstellung
Mio. EUR 847 2012 875 2013 931 2014 1.008 2015 1.072 2016

Regionale Seelsorge

Die Kirchengemeinden erhalten Zuschüsse für Personalkosten, Gebäude und Projekte. Seelsorgepersonal wird vom Erzbistum direkt bezahlt.

243 Mio. EUR
Kirchensteuermittel

43,1 %
von 100% Kirchensteuer

Seelsorgepersonal
24%
Baukostenzuschüsse
25%
Personal-
und Betriebs-
kosten Kirchen-
gemeinden 52%

Zielgruppenbezogene Seelsorge

Das Erzbistum betreibt Jugendbildungsstätten und unterstützt Erwachsenenverbände wie das Kolpingwerk und die Katholische Frauengemeinschaft. Hinzu kommen Krankenhaus-, Altenheim-, Polizei- und Behindertenseelsorge.

43 Mio. EUR
Kirchensteuermittel

7,6 %
von 100% Kirchensteuer

Weitere
kategoriale
Seelsorge 36%
Jugendseelsorge
41%
Erwachsenen-
seelsorge 24%

Kindertagesstätten

Das Erzbistum finanziert die Personal- und Betriebskosten für die Betreuung durch rund 7.500 Fachkräfte. Seit 2012 wurden für Baumaßnahmen, insbesondere den U3-Ausbau, rund 165 Mio. Euro investiert.

61 Mio. EUR
Kirchensteuermittel

10,9 %
von 100% Kirchensteuer

Mio. EUR 31,3 2012 60,8 2013 34,7 2014 15,8 2015 22,0 2016

Kirchensteuer im Einsatz

Die Darstellungen in der Bilanz und der Ergebnisrechnung folgen der vorgeschriebenen Gliederung, die das Handelsgesetzbuch vorschreibt. Sie verdeutlichen deshalb nur eingeschränkt, welche Mittel für die Arbeit der Kirche eingesetzt wurden und auf welche Aufgaben sie sich verteilen. Die folgenden Erläuterungen beschreiben die Zuordnung unter inhaltlichen Gesichtspunkten. Betrachtet werden grundsätzlich alle Aufwendungen, unabhängig von ihrer jeweiligen Finanzierungsquelle.

 

Rund 630 Mio. Euro Kirchensteuern standen 2016 für die seelsorgerische und karitative Arbeit im Erzbistum zur Verfügung. 312 Euro trug jeder Kirchensteuerzahler im Durchschnitt dazu bei. Die gesamten Aufwendungen des Jahres 2016 betrugen rund 880 Mio. Euro. Damit finanzieren die Mitglieder mit ihren Kirchensteuern rund 72 Prozent der Aufwendungen. Die übrigen Aufwendungen werden durch Zuschüsse der öffentlichen Hand, vor allem für den Betrieb der Schulen, sowie aus Kapitalerträgen finanziert.

 

Gegenüber dem Vorjahr stiegen die gesamten Aufwendungen um 6,2 Prozent, insbesondere durch höhere Zuweisungen an die Kirchengemeinden und die Kindertagesstätten. Zudem sind, wie in den Erläuterungen zur Ergebnisrechnung beschrieben, einige Sondereffekte zu beachten. Dies betrifft insbesondere die Aufwendungen für die Altersversorgung sowie Effekte aus Rückerstattungen der KZVK, denen wiederum neue Rückstellungs-bedarfe gegenüberstanden.

 

Zwischen den verschiedenen Aufgabenbereichen gibt es weitere Verschiebungen. Die Entwicklungen der Aufwendungen für die einzelnen Aufgabenbereiche werden im Folgenden erläutert.

Die regionale Seelsorge (auch territoriale Seelsorge) bezeichnet im Wesentlichen die Seelsorge in den Pfarreien auf dem Gebiet des Erzbistums Köln. Die Aufwendungen enthalten Zuweisungen für Betriebs- und Personalkosten in den Kirchengemeinden, im Jahr 2016 rund 114,4 Mio. Euro. Hinzu kommen weitere Zuschüsse, zum Beispiel für Baumaßnahmen an Kirchen, Versammlungsflächen und sonstigen Gebäuden, die im Jahr 2016 rund 82,9 Mio. Euro betrugen. Das sind rund 30 Mio. Euro mehr als 2015. Allein 16 Mio. Euro davon entfallen auf Zuschüsse für die Sanierung des Bonner Münsters.

Auch die Personalkosten der pastoralen Dienste in den Kirchengemeinden und Seelsorgebereichen (2016: rund 57,7 Mio. Euro) fließen in diese Position ein. Von den Gesamtaufwendungen für die regionale Seelsorge stammen 243 Mio. Euro aus Kirchensteuermitteln.

Zu den Aktivitäten des Erzbistums im Bildungsbereich gehören neben den erzbischöflichen Schulen auch die Erwachsenenbildung und der Betrieb der Tagungshäuser.

Das Erzbistum ist Träger von 32 Schulen:

  • 17 Gymnasien,
  • 7 Realschulen,
  • 3 Berufskollegs,
  • 1 Weiterbildungskolleg,
  • 1 Gesamtschule,
  • 1 Grund- und Hauptschule,
  • 1 Grundschule,
  • 1 Musikschule.

In diesen Schulen unterrichten insgesamt rund 1.700 Lehrkräfte rund 23.000 Schülerinnen und Schüler.

 

Mit 167,7 Mio. Euro ist der Betrieb dieser Schulen und der Hochschulgemeinden einer der größten Aufwandsposten des Erzbistums. Im Wesentlichen über Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen werden davon rund 124,1 Mio. Euro refinanziert. Mit der Bereitstellung und Instandhaltung der Gebäude und seinem Anteil an den laufenden Kosten leistet das Erzbistum einen wichtigen Beitrag in der wertebezogenen Bildungsarbeit. Dabei geht es nicht nur um reinen Wissenserwerb, sondern auf der Basis des christlichen Menschenbildes auch um die Befähigung zu einem selbstbestimmten Leben.

2016 wurden Gebäudeinstandhaltungsmaßnahmen in Höhe von rund 6,7 Mio. Euro durchgeführt. Zu den Aufwendungen zählt auch die Finanzierung der katholi-schen Hochschulgemeinden sowie der Schulseelsorge und der schulischen Religionspädagogik. Hinzu kommen die für die Aufgaben anfallenden Verwaltungskosten. Nach den Schulrefinanzierungszahlungen und anderen Erträgen fließen letztlich 43,7 Mio. Euro aus den Kirchensteuererträgen in den Aufgabenbereich Schule und Hochschule. Dies entspricht knapp 7 Prozent der verwendeten Kirchensteuermittel.

In der Erwachsenenbildung bietet das Bildungswerk des Erzbistums Köln ein breites Programmspektrum. 11 regionale Katholische Bildungswerke und 9 Katholische Familienbildungsstätten dienen der Weiterbildung der Teilnehmer aus Gemeinden, Institutionen und Verbänden und leisten darüber hinaus durch Sprachkurse für Flüchtlinge und die Qualifizierung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden einen großen Beitrag zur Eingliederung von Flüchtlingen und Migranten. Das Edith-Stein-Exerzitienhaus ergänzt das Angebot mit Einkehr- und Besinnungstagen.

Der Aufwand von rund 18,9 Mio. Euro für diesen Aufgabenbereich entsteht insbesondere durch Personalaufwendungen (9,5 Mio. Euro) und Zuschüsse (rund 8,2 Mio. Euro), vor allem an die Bildungswerke der Regionen und an die Familienbildungsstätten. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Neuzuordnung der Zuschüsse für das Domradio zu diesem Bereich.

 

Das Erzbistum Köln unterhält vier Tagungshäuser als Bildungseinrichtungen für Erwachsene:

  • das Maternushaus,
  • das Katholisch-Soziale Institut,
  • das Kardinal Schulte Haus und
  • das Haus Marienhof.

Der Gesamtaufwand im Jahr 2016 betrug rund 17,6 Mio. Euro. Davon entfielen rund 8,9 Mio. Euro auf die Personalkosten, 2,4 Mio. Euro auf Bewirtschaftungsaufwand (Strom, Wasser, Reinigung), 1,5 Mio. Euro auf den Einkauf von Lebensmitteln und 0,8 Mio. Euro auf Instandhaltungsmaßnahmen. Des Weiteren wurden Abschreibungen in Höhe von rund 2,7 Mio. Euro gebucht. Von dem notwendigen Budgetbedarf wurden rund 11,6 Mio. Euro aus den Erträgen der Tagungshäuser refinanziert. Der Rückgang der Aufwendungen für die Tagungshäuser resultiert vor allem aus der Fertigstellung von Sanierungsmaßnahmen, die die Budgets der Vorjahre belasteten.

Das Erzbistum Köln hat 2016 die Arbeit der Caritas mit Zuschüssen von 53,8 Mio. Euro aus Kirchensteuermitteln unterstützt. Das sind rund 9,5 Prozent der verwendeten Kirchensteuermittel. Diese Zuschüsse werden für verschiedene Fachbereiche innerhalb der Caritas ausgegeben. Dazu zählen die Finanzierung des laufenden Bedarfs in

  • 14 Caritas- und 27 Fachverbänden,
  • des Diözesan-Caritasverbandes,
  • der Schwangerschaftsberatung „esperanza“,
  • der CaritasPflegestationen,
  • der Fachdienste und Zentren für Integration und Migration sowie
  • der Erziehungsberatungsstellen.

Das Erzbistum übernimmt in diesen Einrichtungen zwischen 25 und 75 Prozent der Personal- und Betriebskosten.

Die Aufwendungen für die Kindertagesstätten umfassen die Zuweisungen des Erzbistums Köln (Trägeranteile) für die derzeit 560 Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen und 9 Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz in pfarrlicher Trägerschaft. Die Zuweisungen zu den Betriebs- und Sachkosten betrugen 2016 rund 33,2 Mio. Euro. Hinzu kamen Investitionszuweisungen für Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen in Höhe von 22,0 Mio. Euro.

Mit insgesamt 61,9 Mio. Euro lagen die Aufwendungen 2016 fast 35 Prozent über dem Vorjahr. Davon waren rund 6 Mio. Euro zusätzliche Investitionszuweisungen. Hinzu kamen Liquiditätshilfen. Außerdem waren Rückstellungen für anteilige Rückzahlungen des Sanierungsgeldes der KZVK zu bilden, die an das Land Nordrhein-Westfalen weiterzugeben sind. Insgesamt fließen rund 10,9 Prozent der Kirchensteuermittel in den Bereich Kindertagesstätten.

Zu den überdiözesanen Aufgaben gehören die Mission und Entwicklungshilfe sowie gemeinsame Aufgaben der Bistümer. Traditionell engagiert sich das Erzbistum Köln personell und wirtschaftlich in besonderer Weise für die Weltkirche und die Weltmission. Dabei werden jährlich zahlreiche Projekte in aller Welt unterstützt. Hinzu kommt die über den Haushalt der Bischofskonferenz finanzierte Arbeit der kirchlichen Hilfswerke.

Zu den Zuschüssen an die Mission kommen Mittel für die Katastrophenhilfe und die Seminaristen in Brasilien. Die Aufwendungen für Mission und Entwicklungshilfe betrugen 2016 rund 28,4 Mio. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 14 Prozent resultiert aus deutlich erhöhten Aufwendungen für die Flüchtlingshilfe, die diesem Bereich zugeordnet wurden.

Auf Bundes- und Landesebene beteiligt sich das Erzbistum Köln an der Finanzierung zahlreicher überdiözesaner Aufgaben. Dazu gehören unter anderem die weltkirchliche Förderung, kirchliche Medien und katholische Fakultäten. Das Erzbistum Köln leistet zu diesen Aktivitäten eine Anteil von 10 Prozent. Das entsprach im Jahr 2016 einem Aufwand von 19,2 Mio. Euro.

Im gemeinsamen Haushalt der nordrhein-westfälischen Bistümer sind die Katholische Fachhochschule, das Katholische Büro in Düsseldorf und das Institut für Lehrerfortbildung zu nennen. Der finanzielle Beitrag jedes Bistums richtet sich dabei nach der Finanzkraft, die sich aus dem Pro-Kopf-Kirchensteueraufkommen ableitet. Der Anteil des Erzbistums Köln beträgt rund 33 Prozent und lag im Jahr 2016 bei rund 1,5 Mio. Euro.

Neben der regionalen Seelsorge in den Kirchengemeinden gewinnt die zielgruppenbezogene Seelsorge für Jugend-liche und Erwachsene sowie im Sozial- und Gesundheitswesen weiter an Bedeutung. Zum Aufgabenbereich der Jugendseelsorge gehört der Betrieb der Jugendbildungsstätten Steinbachtalsperre, Haus Altenberg und Haus Venusberg. Hinzu kommen die Personalkosten sowie Zuweisungen und sonstige Aufwendungen an die Träger der Jugendpastoral. Dazu zählen die Katholischen Jugendagenturen sowie die verschiedenen Jugendverbände. 2016 lag der Gesamtbedarf bei rund 22,7 Mio. Euro. Davon wurden rund 17,5 Mio. Euro aus Kirchensteuermitteln finanziert. Der gegenüber dem Vorjahr um rund 2 Mio. Euro gestiegene Aufwand resultiert aus einem insgesamt gestiegenen Finanzbedarf, vor allem bei den Katholischen Jugendagenturen (plus 0,8 Mio. Euro) sowie der Bildungsstätte Altenberg (plus 0,6 Mio. Euro).

Zur Erwachsenenseelsorge zählen neben der Frauen-, Männer- und Altenpastoral sowie der Ehe- und Familienpastoral die verschiedenen Erwachsenenverbände wie das Kolpingwerk und die Katholische Frauengemeinschaft. Seit 2015 sind auch die Citypastoral und die Telefonseelsorge diesem Aufgabenbereich zugeordnet. Insgesamt wurden dafür rund 10,1 Mio. Euro aus den Kirchensteuermitteln benötigt.

Zur zielgruppenbezogenen Seelsorge gehört auch die Seelsorge im Sozial- und Gesundheitswesen. Sie umfasst unter anderem die Krankenhaus-, Altenheim-, Polizei- und Behindertenseelsorge sowie die kirchliche Arbeit in den Justizvollzugsanstalten. Die Zuschüsse für fremdsprachige Missionen und Gemeinden werden ebenfalls über die kategoriale Seelsorge finanziert. 2016 gab das Erzbistum dafür insgesamt 19,1 Mio. Euro aus. Davon wurden rund 15,3 Mio. Euro aus der Kirchensteuer finanziert.

Zu diesem Bereich gehören die laufenden Kosten für die Aufgabenerfüllung und die Instandhaltung der genutzten Gebäude sowie die Personalkosten der Bischöfe und Bischofsvikare, des Offizialates sowie des Erzbischöflichen Hauses.

 

Zu den erzbischöflichen Einrichtungen zählen die Priesterseminare, das Diakoneninstitut, die wissenschaftlichen Institutionen und Kirchen in Trägerschaft des Erzbistums (Groß St. Martin, St. Mariä Himmelfahrt und Minoritenkirche in Köln, St. Michael in Siegburg sowie sieben weitere kleinere Kirchen und Kapellen) sowie das Museum Kolumba, die Diözesan- und Dom-

bibliothek und das Historische Archiv. Für die erzbischöflichen Einrichtungen fielen 2016 Aufwendungen in Höhe von insgesamt rund 11,6 Mio. Euro an. Zu den Aufwendungen zählen unter anderem die Personalkosten sowie die Gebäudeinstandhaltung und -bewirtschaftung der genannten Einrichtungen sowie Aufwendungen für Ausstellungen und Tagungen. Darüber hinaus fließen in diesen Bereich die Instandhaltungs- und Bewirtschaftungskosten für die weiteren Gebäude des Erzbistums ein (rund 8,4 Mio. Euro). Durch die Investitionen aus den Vorjahren liegt das Volumen der gebuchten Abschreibungen auf die weiteren Gebäude für 2016 bei rund 2,0 Mio. Euro.

 

Die Verwaltungskosten bilden die Dienstleistungsaufwendungen für das gesamte Erzbistum Köln ab, denn die Erzbischöfliche Verwaltung unterstützt die weiteren Aufgabenbereiche in sämtlichen administrativen Aufgaben und Anliegen. Von den Kosten in Höhe von insgesamt mehr als 80,6 Mio. Euro sind rund 22,0 Mio. Euro Personalkosten. Hinzu kommen Aufwendungen für die Altersversorgung und Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe von rund 32 Mio. Euro. Der starke Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Zuführung zu einer Rückstellung für die Finanzierungslücke der KZVK in Höhe von 28,3 Mio. Euro.

Im Bereich der Altersversorgung wird die Auflösung, Inanspruchnahme und Zuführung zu der Pensionsrückstellung und der Beihilferückstellung des Erzbistums Köln abgebildet. Vom Wirtschaftsjahr 2016 an fließen die Kapitalerträge aus dem Versorgungsfonds direkt in die Budgetrechnung für die Altersvorsorge ein.

 

Die erstmalige Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen nach dem 10-Jahres-Durchschnittszins führte im Wirtschaftsjahr 2016 zu einer Auflösung von Rückstellungen gegenüber einer deutlichen Zuführung im Vorjahr. Daraus ergibt sich der im Vergleich deutliche Aufwands-rückgang. Im Wirtschaftsjahr 2016 betrug der Gesamtaufwand für die Altersversorgung rund 59,5 Mio. Euro. Aus Kirchensteuermitteln wurden hierfür rund 32,8 Mio. Euro verwendet.

Für die Erhebung der Kirchensteuer haben die Finanz-ämter eine Gebühr von 3 Prozent der Steuereinnahmen (rund 25,9 Mio. Euro) erhalten. Außerdem wurde ein Anteil für die Aufgaben des Militärbischofs, Rückzahlungen aus der Kirchensteuer und für andere Verpflichtungen abgeführt.

 

Bei den Aufwendungen für die Sondervermögen handelt es sich um die Zuschüsse zu Stiftungszwecken sowie weitere Aufwendungen der vom Erzbistum verwalteten unselbstständigen Stiftungen, die ausschließlich aus den Erträgen der Sondervermögen finanziert werden. Rund 2,8 Mio. Euro sind 2016 direkt den Stiftungszwecken zugeflossen. Gegenüber dem Vorjahr sank der Aufwand unter anderem durch einmalig erhöhte Abschreibungen im Wirtschaftsjahr 2015. Im Bereich Sondervermögen werden keine Kirchensteuermittel eingesetzt.